In Deutschland herrscht so gro0e Not,
Hier hat man kaum ein Stückchen Brot.
Vollauf zu leben hat man da
Im schönen Land Amerika.
Allda dort blühet schon die Flur,
Voll Herrlichkeit ja die Natur.
Wo hier nur Vogelkirschen blüh'n
Wächst dort der Kaffee wunderschön.
Wo hier nur graue Spatzen schrei'n,
Flattern dort bunte Papagei'n.
Sie fliegen überall hin und her
Mit Goldgefieder die kreuz und quer.
Die Schokolade wächst zugleich
Und Zuckerrohr an jedem Teich.
Und fürwahr zu glauben kaum,
Die Wolle wächst auf jedem Baum.
Und die größten Fische, die bekannt,
Fängt man dort mit der bloßen Hand.
Die Karpfen sind bei meiner Ehr'
Oft einen halben Zentner schwer.
Bei uns ist's manchmal zum Erfrier'n
Und man kann kaum die Finger rühr'n.
Und dort ist's auch im Winter warm,
Am Holze kauft sich niemand arm.
Wir gingen in die Stadt hinein,
Bei einer Wirtin kehrten wir ein.
Wir tranken eine Flasche Wein
Und ließen Deutschland Deutschland sein.
Doch als zum Hafen wir gekommen,
War'n wir vor Kummer bleich.
Alles was wir mitgenommen,
Zahlten für die Fracht wir gleich.
Wir fuhren auf die hohe See,
Und viele schrien Ach und Weh.
Und die Kinder sah'n so erbärmlich aus:
Ach Vater, ach Mutter, wann sind wir zu Haus?
(Copyright © Hans-Jörg Maucksch & Heupferd Musik Verlag,
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